Hochschulstrukturreform

Mit dem so genannten Hochschuloptimierungskonzepten (HOK) wurden in den letzten Jahren die Universitäten in Niedersachsen in Salamischeibentaktik kaputt gespart: 87 Millionen in Niedersachsen, davon mindestens 2 Millionen in Oldenburg

Kürzungen

Der auch von Uni-Präsident Uwe Schneidewind unterschriebene Zukunftsvertrag aus dem Jahr 2005 sollte zumindest konsolidierend wirken, hinterlässt aber im diesjährigen Unihaushalt ein Loch allein im Bereich der Energiekosten von 2,3 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen zieht sich aus seiner bildungspolitischen Verantwortung Stück für Stück zurück, wälzt Kosten auf die Studentinnen ab oder benutzt die Studentinnen, um Löcher im Landeshaushalt zu stopfen (in Form der Langzeitstudiengebühren und des Verwaltungskostenbeitrags).

Die Sparpolitik macht sich an allen Ecken und Enden bemerkbar: Veranstaltungen, die im Foyer des Hörsaalzentrums stattfinden, eine Mensadecke, die auseinanderbröckelt, ein veralteter Bibliotheksbestand, viel zu wenig Gruppen- und Einzelarbeitsplätze und eine Zusammenstreichung des Lehrangebots.

Streichungen

Die Umsetzung attraktiver interdisziplinärer Studienangebote bedeutet an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg das Wegstreichen und Zusammenlegen von Fachrichtungen und Fakultäten: Marine Umweltwissenschaften und Landschaftsökologie, sowie Politik und Soziologie fusionierten, Geographie, Psychologie und Interkulturelle Pädagogik wurden praktisch eingestampft. Die Fakultät IV befindet sich gerade in der Phase der Abwicklung; deren Institute und Lehrstellen werden willkürlich auf andere Bereiche verteilt. Im Bereich der Lehrerausbildung wird ab nächstem Jahr noch eine Lehrstelle Psychologie den gesamten Bereich der Lehramtsausbildung im Bachelor- und Master-Bereich abdecken. Interdisziplinarität und Attraktivität sehen anders aus.

Datei themen:hochschulstrukturreform bearbeitet am 02.09.2008 um 10h51 von jerome