Bildungsstreik
Während im vergangenen November bundesweit mehr als 100.000 SchülerInnen auf die Straße gingen, um auf Missstände im Bildungssystem aufmerksam zu machen, blieb es an den Unis eher ruhig. Auch in Oldenburg demonstrierten tausende SchülerInnen weitgehend ohne studentische Beteiligung. Das derzeitige Bildungssystem krankt aber nicht nur an Lehrermangel und achtjährigem Turbo-Abitur.
Die Einführung von Studiengebühren versperrt immer mehr Menschen den Zugang zu akademischer Bildung, während mit der Umstellung auf Bachelor und Master Abschlüsse scheinbar kein geringeres Anliegen verfolgt wurde, als Universitäten kaputtzureformieren. Dass die zentralen Ziele der Bologna-Konferenz, die Abbrecherzahlen zu reduzieren und die Mobilität der Studierenden zu fördern, nicht im Ansatz erreicht wurden, scheint für die Verantwortlichen kein Grund zu sein, ihre derzeitige Politik zu überdenken.
Als Denkanstoß wollen wir an den Schulstreik im November anknüpfen und zusammen mit SchülerInnen, LehrerInnen, ProfessorInnen und allen anderen Genervten am 17.6. für ein solidarisches Bildungssystem demonstrieren.
