Julius-Mosen-Platz in Mumia-Abu-Jamal-Platz umbenannt

Baskisches Plakat für Mumia, Bild: mirubeltz auf flickr.com, CC3.0
Auch im baskischen Bilbao engagiert mensch sich für Mumia Abu Jamal

Am gestrigen Mittwoch, den 9. Dezember formierte sich am (bisherigen) Julius-Mosen-Platz eine spontane Demonstration gegen die Inhaftierung und drohende Hinrichtung des afroamerikanischen Journalisten und Aktivisten Mumia Abu Jamal. Daran nahmen etwa 50 Demonstrant_innen teil.

Abu Jamal sitzt seit genau 28 Jahren in einer Todeszelle in Pennsylvania, wobei Organisationen wie Amnesty International den zugrundeliegenden Mordprozess als internationalen Standards nicht genügend bezeichneten. Zahlreiche Prozessbeobachter_innen und Kritiker_innen sind von der Unschuld Abu Jamals überzeugt. Während der Kundgebung auf dem kurzerhand umbenannten Platz wurde über die Person Mumia Abu Jamal sowie über die internationalen Solidaritätsaktionen informiert.

Außerdem wurde das Aktionskonzept gegen seine Hinrichtung vorgestellt: Drei Tage nach dem Urteil soll es dezentral in vielen Städten ab 12 Uhr mittags Aktionen geben, außerdem am letzten Samstag vor dem möglichen Hinrichtungstermin eine bundesweite Demonstration in Berlin. Auch aus Oldenburg wird mindestens ein Bus dorthin fahren.

In einem ebenfalls spontan gebildeten Demonstrationszug zogen die Teilnehmer_innen, mit Parolen wie „Freiheit für Mumia Abu Jamal und alle politischen Gefangenen“ und „Nieder mit der Todesstrafe“ zum Brunneneck (Ecke Achternstr./Langestr.), bevor die Demonstration schließlich am Alhambra endete. tw/olabuj

Datei blog:julius-mosen-platz_in_mumia-abu-jamal-platz_umbenannt bearbeitet am 15.12.2009 um 10h41 von guenter